Erbaut wurde die Bürgermeisterei Ediger um 1840. Sie ist das Geburtshaus des ersten Präsidenten der Weimarer Nationalversammlung, Dr. Eduard Heinrich Rudolph David (* 11.06.1863 in Ediger, † 24.12.1930 in Berlin). Sein Vater Johann Heinrich David war preußischer Steuereinnehmer, geboren in Trier, seine Mutter Wilhelmine Elisabeth Werner eine Bauerntochter aus Kastellaun im Hunsrück.
Die Davids waren eine strenggläubige evangelische Familie. Drei Jahre nach der Geburt Eduards zog die Familie an die Sieg, den neuen Dienstort des Vaters.
Den Bemühungen des SPD-Abgeordneten Dr. Eduard Davids ist es unter anderem zuzuschreiben, dass 1919 in Weimar die traditionsfarben der Deutschen Fahne - Schwarz, Rot, Gold - als Symbol für ein einiges, gerechtes und freies Deutschland gewählt wurden.
Nach den dunklen Jahren unter dem Hakenkreuz, bestimmten die Väter des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 in Artikel 22 erneut: "Die Bundesflagge ist schwarz-rot-gold."

Anfang des 19 Jahrhunderts wurde das Haus mit Vergrößerung der Verbandsgemeinden als Gemeindehaus benutzt und umgebaut.
Später stand es der Hitlerjugend, der Nationalsozialistischen Partei und
dem Bund Deutscher Mädels als Versammlungsort zur Verfügung.
Nach Ende des Dritten Reiches wurde es erneut bis 2001 als Gemeindehaus und Übungsraum für den Blasmusik-Verein Ediger genutzt.
2001 erwarb die Familie Feiden das historische Gebäude und baute es noch im gleichen Jahr zu dem romantischen Hotel "Alte Bürgermeisterei" aus.





